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Peru zwischen Ausbeutung und Nachhaltigkeit

05-10-2017

Peru zwischen Ausbeutung und Nachhaltigkeit

„Nabel der Welt“: Aus dieser Bezeichnung leitet sich der Name der peruanischen Andenstadt Cuzco ab. Die einstige Hauptstadt des alten Inka-Imperiums gilt als Höhepunkt eines Reisewegs, den viele Einheimische schon nur noch als die „Gringoroute“ Perus bezeichnen.

Die Ruta del Gringo verläuft im Allgemeinen so: Nach der nebligen Ankunft in Lima erfolgt die Weiterreise entlang der Küste über Paracas und Ica bis Cuzco. Nach einem mehrtägigen Aufenthalt im Heiligen Tal geht es dann über die weiße Stadt Arequipa bis zu den schwimmenden Inseln des Titicacasees und zurück. Es ist eine wunderschöne Route entlang der Küste und mitten durch atemberaubende Andenlandschaften, die sich völlig zu Recht größter Beliebtheit erfreut. Mit dem Besucheransturm kommen jedoch auch die Schwierigkeiten. Insbesondere im Heiligen Tal scheint Peru zeitweilen schier überfordert zu sein mit dem wachsenden Tourismus. Es mangelt keinesfalls an Touranbietern, sondern an fehlender Organisation und vor allem an nachhaltigen Regelungen.

Der Inkatrail ist neben dem W-Trail in Patagonien die beliebteste Wanderung Südamerikas. Plätze auf der Strecke sind von Seiten des Kultusministeriums streng limitiert. Dennoch kommt es immer wieder zu Streitigkeiten zwischen der UNESCO, dem Kultusministerium, Umwelt-und Menschenrechtsschützern und Reiseveranstaltern über die Auflagen für Veranstalter und Reisende auf dem Inkatrail. Müll sammelt sich an, Arbeiter werden ungerecht entlohnt oder leiden unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen. Manche Medien berichten gar über „moderne Sklaverei und Ausbeutung“ auf dem Inkatrail.

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