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Wattenmeer und Dolomiten sind Weltnaturerbe

Mittwoch, 01.07.2009

Als erste deutsche Naturlandschaft ist das Wattenmeer zum Welterbe der Menschheit erklärt worden.

Das Welterbe-Komitee der UNESCO stimmte laut deutschem Bundesumweltministerium im spanischen Sevilla dem deutsch-niederländischen Gemeinschaftsantrag zu. Auch die Dolomiten wurden zum "Weltnaturerbe" ernannt.

Die Dolomiten sowie die Watt-Fläche zwischen der holländischen Insel Texel und der Nordspitze Sylts ist damit in die Liste der weltweit knapp 200 einzigartigen und schützenswerten Naturdenkmäler aufgenommen. Auf ihren Erhalt hat die Menschheit aus Sicht der UNESCO ein Anrecht. Strengere Vorschriften oder Naturschutzgesetze sind mit der Ernennung aber nicht verbunden. Die Welterbe-Auszeichnung gilt als Anerkennung bestehender Schutzbemühungen und ist mit weltweiter Aufmerksamkeit verbunden.

Das Watt ist das zweite Naturdenkmal Deutschlands. Die Grube Messel, eine Fossilienlagerstätte bei Darmstadt, trägt den Titel bereits seit 1995. Anders als das Watt ist sie aber keine Landschaft. Um die UNESCO-Auszeichnung für das Wattenmeer hatten sich die Niederlande, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und der Bund Anfang 2008 bei der UNESCO beworben. Dänemark und Hamburg hatten das Vorhaben zunächst unterstützt, waren dann aber abgesprungen.

Bergsteigerlegende Reinhold Messner freut sich hingegen über die Entscheidung der UNESCO, die Dolomiten zum Welterbe der Menschheit zu machen. Der laut Messner gefällte Beschluss betreffe "die wohl schönsten Berge der Welt". Die Dolomiten befinden sich in fünf italienischen Provinzen, darunter auch in Südtirol und dem Trentino. Die UNESCO erkenne mit der Entscheidung "dieses landschaftlich und historisch einmalige Natur- und Kulturgut an", betonte Messner. Die Summe von Kultur- und Naturlandschaft mache die Dolomiten unverwechselbar.

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