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Krisenzeiten sind gut für Luftfahrt-Allianzen

Mittwoch, 03.06.2009

Jaan Albrecht, CEO der Star Alliance, sieht derzeit ein neu erwachtes und verstärktes Interesse von Fluggesellschaften an einer aktiven Beteiligung am Star-Bündnis. Das betreffe sowohl die Airlines, die bereits Mitglied sind, als auch solche, die noch keiner Allianz angehören.

Diese Haltung ist laut Albrecht aber nicht ungewöhnlich. Ähnliches habe man bereits nach den New Yorker Bombenanschlägen beobachtet. In Krisenzeiten seien alle darauf bedacht, sich an Initiativen zu beteiligen, mit denen man Kosten senken und Synergien nutzen könne. Albrecht nannte als Beispiel den zentralen Einkauf beispielsweise von Kofferanhängern ("Dadurch sparen manche Star-Partner bis zu 90 Prozent dieser Ausgaben!"). Bettdecken, die an Bord verwendet werden, sollen in Zukunft ebenfalls gemeinsam von einer chinesischen Fabrik eingekauft werden.

Die Einsparmöglichkeiten, das weltweite Netzwerk und die erzielten Gewinne würden viele Airlines veranlassen, um eine Mitgliedschaft bei Star anzufragen, sagte Albrecht auf der Veranstaltung, bei der die Aufnahme von Aegean Airlines verkündet wurde. Er wehrte sich in diesem Zusammenhang gegen Vorwürfe, die Star Alliance sei mit heute schon über 20 Mitgliedern und fünf bestätigten Aufnahmekandidaten zu groß und unbeweglich geworden. "Wir sind schrittweise gewachsen und gerade dabei, unsere internen Steuerungs- und Entscheidungsprozesse neu zu analysieren", beruhigte Albrecht. Er bestätigte allerdings, dass in naher Zukunft keine weiteren Fluggesellschaften aufgenommen werden sollen.

Die von fünf Partnern gegründete Star Alliance hat heute 21 Vollmitglieder, drei regionale Partner und fünf bestätigte Aufnahmekandidaten, die bis 2010 integriert werden sollen: Neben Aegean Airlines sind dies Air India, Brussels Airlines, Continental Airlines und TAM. Mit Genugtuung verfolgt man aber bei Star das Interesse rund um die Allianz, das nicht nur bei anderen Fluglinien erkennbar sei, sondern auch bei Unternehmenskunden oder Flughäfen. "Vor einigen Jahren haben Flughäfen nicht einmal mit uns gesprochen", sagte Albrecht, "heute geht dagegen die Initiative zu Gesprächen von ihnen aus." Der Wunsch der Allianz, beispielsweise die Abfertigung aller Partner in einem Gebäude zu konzentrieren, werde mittlerweile nicht nur verstanden, sondern auch gefördert.

Quelle: www.staralliance.com

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